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Über Abgrenzung, innere Klarheit und die Echtheit von Ja und Nein


Wie oft sagst du Ja, obwohl du eigentlich Nein meinst?



Grenzen zeigen sich nicht zuerst in Worten. Sie zeigen sich im Körper.


Bevor ein Ja oder ein Nein ausgesprochen wird, reagiert bereits etwas im Inneren.

Der Atem verändert sich.

Spannung entsteht oder zieht sich zurück.


Genau dort beginnt Abgrenzung: In der Selbstwahrnehmung.


Viele Menschen versuchen, Grenzen über Kommunikation zu klären. Über Erklärungen, über deutliche Worte, über Abgrenzung im Außen. Das kann hilfreich sein, ist aber oft anstrengend. Vor allem dann, wenn innerlich noch keine Klarheit vorhanden ist.


Innere Grenze entsteht nicht durch Durchsetzung. Sie entsteht durch Selbstkontakt.



Menschen regulieren sich unterschiedlich.

Manche sagen schnell Ja, weil ein Ja Nähe herstellt und Spannung reduziert.


Andere sagen schneller Nein, weil ein Nein zunächst Schutz bietet, Abstand schafft und Zeit zum Spüren ermöglicht.


Beides sind nachvollziehbare Reaktionen des Nervensystems. Beides sind Versuche, innere Zustände zu regulieren.


Schwierig wird es nicht, weil Ja oder Nein gesagt wird. Schwieriger wird es dann, wenn diese Bewegung unbewusst bleibt.


Wenn ein Ja ausgesprochen wird, obwohl der Körper längst Widerstand zeigt. Oder wenn ein Nein gesetzt wird, ohne dass vorher Kontakt zur eigenen inneren Reaktion entstanden ist.


Der entscheidende Moment liegt davor

Noch bevor ein Wort gesprochen wird, hat der Körper bereits reagiert. In diesem Moment zeigen sich oft alte Muster:

  • Anpassung,

  • Rückzug

  • oder der Wunsch nach Harmonie.


Wird dieser Moment übergangen, entsteht später häufig das Bedürfnis, sich erklären, rechtfertigen oder abgrenzen zu müssen.


Wird dieser Moment wahrgenommen, verändert sich die Qualität von Ja und Nein. Es entsteht ein kurzer Raum. Der Atem wird spürbar. Der Körper kommt wieder ins Erleben.


Aus diesem Kontakt heraus werden Entscheidungen ruhiger und klarer.


Ja und Nein verlieren dann ihre Schärfe. Sie werden weniger erklärungsbedürftig, weil sie innerlich getragen sind.


Innere Grenze statt äußerer Abgrenzung

Grenzen müssen nicht verteidigt werden, wenn sie innerlich klar sind.


"Wir müssen keine Zäune bauen, wenn die eigene Grenze spürbar sind."


Wenn innere Klarheit fehlt, wird Abgrenzung im Außen anstrengend. Gespräche fühlen sich kämpferisch an. Entscheidungen müssen begründet werden. Ein Nein wirkt hart oder unsicher.


Wenn die innere Grenze wahrgenommen und respektiert wird, verändert sich das Erleben.

Ein Nein wird ruhig. Ein Ja wird weit.

Nicht, weil sich das Außen verändert, sondern weil der Kontakt zu sich selbst vorhanden ist.


Echtheit entsteht vor der Entscheidung

An dieser Stelle geht nicht darum, besser zu kommunizieren oder konsequenter zu sein.


Echtheit entsteht nicht durch Technik, sondern durch Selbstkontakt.


Ein echtes Ja und ein echtes Nein entstehen aus der gleichen Quelle: aus der Bereitschaft, sich selbst ernst zu nehmen und den eigenen inneren Signalen zuzuhören.


Wer sich selbst wahrnimmt, muss sich weniger erklären!


Eine Einladung zur Selbstwahrnehmung

Vielleicht begleitest du in den nächsten Tagen eine einfache Frage:

Was geschieht in mir, bevor ich Ja oder Nein sage?

Diese Frage braucht keine Antwort. Es reicht, sie wahrzunehmen. Genau dort beginnt innere Klarheit.







Dieses Thema zieht sich durch meine Arbeit in

Yoga

Körperarbeit

und der 1:1 Online-Begleitung.


Es geht immer wieder darum, den eigenen Körper als Referenz zu nutzen und Entscheidungen aus Selbstkontakt heraus zu treffen. Ins Spüren kommen, um im Selbstkontakt zu sein.


Für mehr Infos siehe meine Webseite oder erfrage ein persönliches Beratungsgespräch


Ich freue mich auf Dich!

Anna-Lena



 
 
 

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