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Zum Jahresende: Ein ehrlicher Blick nach innen

Zum Jahresende werde ich langsamer.

Nicht, weil alles abgeschlossen wäre.

Sondern weil ich spüre, dass es Zeit ist, wahrzunehmen, was war.



Ich erinnere mich daran, dass es mir immer schlechter gehen könnte und dass es mir immer besser gehen kann. Beides existiert gleichzeitig. Und genau darin liegt für mich etwas sehr Erdendes.

Dankbarkeit bedeutet für mich nicht, Schwieriges schönzureden oder Schmerz zu relativieren.

Dankbarkeit heißt, mir Raum zu geben für das, was bereits da ist. Für das, was mich getragen hat. Für all die kleinen und großen Geschenke, die das Leben mir gemacht hat.

Auch für die Geschenke, die im Schmerz verborgen waren.

Die sich vielleicht erst im Nachhinein zeigen.

Oder noch gar nicht ganz sichtbar sind.


Ich habe gelernt, dass ich nichts davon bewerten muss, um dankbar zu sein. Ich muss nichts „richtig“ einordnen.

Ich darf einfach sehen, was da ist.


Denn eines wird mir immer klarer:

Ich bin es, die schaut.

Es sind meine Augen.

Meine innere Übersetzung dessen, was ich erlebe, was mir begegnet, was ich anziehe.


Je nachdem, wie ich innerlich ausgerichtet bin, sehe ich anderes.

Erkenne anderes.

Deute anderes.

Das bedeutet nicht, dass ich „schuld“ bin an allem, was geschieht.

Aber es bedeutet, dass ich Verantwortung dafür trage, wie ich mir selbst begegne.

Wie ehrlich ich hinschaue.

Und wie sehr ich mir erlaube, mich selbst wahrzunehmen.


Deshalb dürfen für mich Dankbarkeit und Entwicklung nebeneinander stehen.


Ich darf würdigen, was gut läuft.

Und gleichzeitig offen bleiben für das, was noch gesehen werden möchte.

Nicht aus Mangel oder Selbstoptimierungswahn.

Sondern aus innerer Klarheit.


Zum Jahresende hilft mir dabei ein einfaches Ritual: Das Rad des Lebens.


Es lädt mich ein, mein Jahr ganzheitlich zu betrachten, mit allem, was war, und allem, was sich vielleicht neu ausrichten möchte.

Nicht, um Ziele festzulegen.

Sondern um mir selbst zuzuhören.


Journaling-Frage zum Jahresende:

Nimm dir einen ruhigen Moment, spüre deinen Atem und beantworte dir diese Frage schriftlich:


Was in meinem Leben darf ich heute würdigen, und wo wünsche ich mir einen ehrlichen Perspektivwechsel, nicht aus Kritik, sondern aus Selbstkontakt?

Lass die Antwort entstehen.

Ohne Eile.

Ohne Bewertung.

Manchmal reicht es, ehrlich zu schauen.


Wenn du mehr Selbstkontakt willst:

Yoga · Körperarbeit · 1:1

Alles findest du auf dieser Website.

Ich freue mich auf Dich!

Anna-Lena



 
 
 

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